Bei der Mitgliederversammlung des Hessischen Tennis-Verbands (HTV) zeigten
sich die Vertreter der Bezirke, Kreise und Vereine mit der Arbeit des HTV-Präsidiums
sehr zufrieden. Und so wurden Präsident Dr. Wolfgang Kassing sowie die Vize-Präsidenten
Friedrich-Hermann Hesse (Finanzen), Axel Pfeffer (Sport), Uta Tschepe (Jugend),
Rolf Heggen (Öffentlichkeitsarbeit) und Alfons Fratzke (Breitensport, Schultennis, Lehrwesen)
erneut für zwei Jahre in ihren Ämtern ohne Gegenstimmen bestätigt. Die wichtigste
Veränderung in den Führungsgremien des drittgrößten hessischen Sportverbands:
Die 31-jährige Sandra Orth aus Dieburg ersetzt den bisherigen Referenten für Mannschaftswettbewerbe, Dietrich Kämmer aus Baunatal, der nicht mehr kandidierte.
Der langjährige Präsident des Tennisbezirks Darmstadt, Helmuth Mroczek, dem nun
Steffen Hahn folgt, wurde wegen seiner großen Verdienste um die Förderung des
Tennissports zum HTV-Ehrenmitglied ernannt. Mit rund 60.000 Spielerinnen und Spielern in knapp 6.000 Mannschaften ist die so genannte
Medenrunde unverändert das Herzstück des Tennislebens in den 838 hessischen Tennisvereinen.
Wie Landessportwart Axel Pfeffer betont, wird derzeit viel über Reformen und Veränderungen
in den Mannschaftsspielen diskutiert. Aber der Begriff Reform lasse wohl viele erschrecken,
weil man Vergleiche zur Politik ziehe, in der die wenigsten Reformen Anklang bei der
Bevölkerung fänden. Aber natürlich stelle sich die Frage, ob die Punktspiele der Mannschaften
in der überlieferten Form noch zeitgemäß seien.
Wenn im Mai die neuen Punktspiele beginnen, wird der Tenniskreis Marburg ein Pilotprojekt
starten, um die oft sehr lang dauernden Medenspiele deutlich zu verkürzen. Das Ziel, so Pfeffer,
sollte sein, mehr, aber kürzere Punktspiele auszutragen. Und vor allem sollte man dabei
die schönste Zeit des Jahres, die Zeit der sechswöchigen Schulferien, nicht mehr als „Sommerpause“ aussparen.